Japanreise aus Kundensicht

Hier ein kleiner Reisebericht aus der Sicht unserer Kunden und Freunde Ande und Christa, die uns auf unserer Reise im Oktober 2016 begleiteten.
Vielen Danke für diesen tollen Bericht!

 

Japanreise Oktober 2016 aus Kundensicht:

Ein lang gehegter Traum ging endlich in Erfüllung. Wir, Christa und Ande, durften unseren langjährigen Geschäftspartner, die Fa. Koi Bauer- Hildegard, Edgar und Maxauf
ihrer 30. Japanreise begleiten. Nach langem, aber angenehmen, weil Premium- Flug landeten wir wohlbehalten in Tokio. Von dort ging es weiter mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen nach Nagaoka. Von dort holte uns Rob ab und brachte uns in unser Hotel in Ojiya, eine japanische Kleinstadt mit ca 37.000 Einwohner. Dieses Städtchen war nun Ausgangspunkt unserer Koi-Tour.

Gleich am ersten Tag besuchten wir Maruhiro und selektierten die ersten Boxen. Auch wir konnten dem herrlichen Anblick der Koi nicht widerstehen- schon war der erste Koi gekauft, ein Show- Kohaku mit über 70 cm und herrlichem Rot. Die Bauer´s verabredeten mit dem Züchter, welche Koi Sie in welcher Menge noch bei ihm kaufen wollen und Maruhiro sowie die anderen Züchter fischten ab, was Ihnen aufgetragen wurde. So ging es Tag für Tag weiter. Wir besuchten Züchter um Züchter. Mit dabei war Rob de Vos, unser Dolmetscher und Fahrer.

Wir stellten fest, dass so eine Reise für die Bauer`s knallharte Arbeit ist. Zuerst verhandeln, dann schnell sein, dass möglichst niemand zuvor kommt. Edgar und Max kescherten Tag für Tag zwischen 100 bis 300 Koi aus den Becken, (meistens reichen die Kescher der Japaner nicht bis zum anderen Rand), Hildegard prüfte fachmännisch jeden einzelnen Koi auf seinen Gesundheitszustand. Nur ca. jeder 3. gekescherte Koi wurde gekauft. Nur so ist gewährleistet, dass keine Koi mit Schuppenfehler, Schwimmblasendefekt, Verkrümmung, fehlende oder gerissenene Flossen, Rötungenvor allem am Bauch- Karpfenpocken usw. in die Anlage der Bauer`s gelangen. Uns als Koifans ging das Herz beim Anblick der wunderschönen Fische auf. Das Heranwachsen erfolgt in freier Natur und Wildnis in den mudponds, wir durften sogar bei der Ikeage (Abfischen) dabei sein und mithelfen.

Edgar, Max und Rob handelten mit den Züchtern die Preise aus. Zwischen den Züchtern und den Bauers besteht sichtlich ein großes Vertrauensverhältnis, das sich in 30 Japanreisen gebildet hat. Edgar ist schon seit 1999 in Japan beim Einkaufen und hat über 50 Kunden und Händler in Japan eingeführt. Auf Grund dieser langjährigen Vertrauensbasis findet Bauer bei den meisten Züchtern noch eine Sonderbehandlung, obwohl immer mehr Asiaten auf den Markt drängen und- so Bauer- die Preise verderben. Von diesem Vertrauensverhältnis profitierten sowohl wir als auch die
mitreisenden Händler der Koi Bauer Gruppe. Edgar ist immer ein fairer Geschäftspartner. Wohltuend war auch, dass die Verhandlungen offen vor uns geführt wurden und alle Nachlässe an die jeweiligen Käufer weitergegeben wurden.

Die Tage vergingen wie im Fluge. Japan, das Land der aufgehenden Sonne, zeigte sich trotz ein paar Regenschauern von der sonnigsten Seite. Sauberkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, so
haben wir Japan kennengelernt. Eine super Organisation und eine perfekte Betreuung, vom Hinflug übers Hotel, wunderbares japanisches Essen, Fischen, Einkaufen, Erlebnisse, Geselligkeit, bis zum Rückflug wurde von Koi Bauer gewährleistet. Es hat alles perfekt geklappt, wir kommen gerne wieder!

Eines ist uns noch ganz wichtig zu sagen:
Man stellt sich immer vor, die Händler fahren zu den Züchtern und da sind alle Koi in jeder Rasse und Preisklasse vorhanden und die müssen nur ausgesucht werden.
Das ist überhaupt nicht der Fall!!! Die Händler müssen schnell sein, weil viele unterwegs sind. Oft hat ein Züchter nur eine oder zwei für gut befundene Boxen, oder gar keine. Oft passen Angebot und Preis überhaupt nicht und man fährt unverrichteter Dinge wieder weiter. Mal werden in kürzester Zeit 20 Boxen gekauft, mal fährt man einen halben Tag rum und kann gar nichts kaufen. Wir hätten nicht geglaubt, dass sich die Händler ihre Koi so „zusammenbetteln“ müssen. Die Bauers machen das sehr erfolgreich, Sie wissen auch, wie man die Züchter nehmen muss und wann ein Preis passt. Da wird dann auch nicht rumverhandelt, das könnte schon mal als Beleidigung aufgefasst werden.

Und noch eines:
Wegen nisai muss niemand nach Japan fahren!! Kein japanischer Züchter hat diese Menge und vor allem alle Rassen wie Koi Bauer in seiner Anlage, da muss man viele besuchen und dementsprechend bei vielen verschiedenen Züchtern kaufen, um das zusammenzubringen, was wieder mit Risiko verbunden ist. Vielen Dank an Hildegard, Edgar, Max und Rob für diese herrliche Woche in Japan!
Nun freuen wir uns auf warmes Wetter, damit unsere bereits vergesellschafteten neuen Koi den Weg von den Quarantänebecken bei der Fa. Koi Bauer in unseren eigenen Teich finden.

Christa und Ande

 

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